Gelungener Workshop „Wohnungssuche“ für Frauen mit Migrationsgeschichte
Der Workshop richtete sich an Frauen ab Sprachniveau A2 aus Lampertheim. Durch die Unterstützung von zwei ehrenamtlichen Übungsleiter*innen konnten bei Bedarf zusätzliche sprachliche Übersetzungshilfen angeboten werden.
Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, was zu einem guten und gelingenden Mietverhältnis gehört. Gemeinsam wurden wichtige Grundlagen besprochen, die im Alltag mit einer Wohnung, Vermieter*innen und Nachbarschaft eine große Rolle spielen. Dazu gehörten unter anderem Reinigung, Brandschutz, Hausordnung und Mülltrennung. Die Inhalte wurden praxisnah vermittelt und durch Gruppenübungen, Bewegungseinheiten und Pausen abwechslungsreich gestaltet.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vorbereitung auf Wohnungsbesichtigungen. Die Teilnehmerinnen erfuhren, welche Unterlagen in eine Bewerbungsmappe gehören und wie sie sich bei einer Wohnungsbesichtigung gut präsentieren können. Dazu wurde auch ein persönliches Kurzportrait erarbeitet, das bei Bewerbungen um eine Wohnung hilfreich sein kann. Außerdem wurden Gesprächsleitfäden für Wohnungsbesichtigungen praktisch erprobt.
Am Nachmittag standen grundlegende Informationen rund um den Mietvertrag im Mittelpunkt. Besprochen wurden wichtige Bestandteile eines Mietvertrages sowie die Bedeutung eines Übergabeprotokolls beim Einzug in eine neue Wohnung. Zum Abschluss des Workshoptages erhielten alle Teilnehmer*innen ein Zertifikat.
Ausgerichtet wurde der Workshop in Zusammenarbeit von Isabelle Fengel und Kerstin Biehal von der Gemeinwesenarbeit mit Marina Filaretova von der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte. Marina Filaretova hatte den Workshop zuvor mit konzipiert und Mittel aus dem EKHN Frauenfonds eingeworben.
Der Workshop zeigte, wie wichtig verständliche Informationen, praktische Übungen und geschützte Lernräume für eine erfolgreiche Wohnungssuche sind. Gleichzeitig stärkte das Angebot die Teilnehmerinnen darin, ihre Rechte und Pflichten als Mieter*innen besser zu kennen und sicherer in Kontakt mit Vermieter*innen zu treten.
Über die Regionale Diakonie Südhessen
In der Regionalen Diakonie Südhessen engagieren sich rund 300 Mitarbeitende mit und für Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen Hilfe in ihrer Lebenssituation benötigen. In mehr als 30 diakonischen Arbeitsfeldern in den Bereichen Beratungsdienste, Teilhabeleistungen, Wohnungsnotfallhilfe und Tafelarbeit unterstützt die Diakonie Menschen in allen Lebensphasen und Lebenssituationen. Die Regionale Diakonie Südhessen ist ein Zusammenschluss aus den bisherigen drei Regionalen Diakonien Bergstraße, Darmstadt-Dieburg und Odenwald. Seit dem 01.01.2026 sendet der Sozialverband in seiner neuen Struktur ein noch stärkeres Signal in die Landkreise.